• Marius Becker

Tipps für eine gelungene Videokonferenz


Videokonferenzen gehören seit Corona zu unserem Alltag. Statt im Konferenzraum, kommt man nun bei Zoom, TeamViewer oder Google Hangouts zusammen. Als Fotograf gebe ich euch einige Tipps, wie ihr vor der Kamera einen guten Eindruck macht.





Auf den Ton kommt es an

Auch wenn ich es als Fotograf ungern zugebe: das Wichtigste bei Videokonferenzen ist der Ton. An ein leicht unscharfes oder zu dunkles Bild gewöhnt sich das Auge schnell. Schlechter Ton hingegen ist für alle Teilnehmer sehr anstrengend. Schon ein einfaches Headset, das du über die Lautsprecherbuchse anschließt, kann die Tonqualität stark verbessern. Wenn du regelmäßig Seminare gibst, kann es Sinn machen, über ein externes Mikro nachzudenken. Das Rode NT-USB (*) lässt sich ohne externen Rekorder an den Rechner anschließen und bietet eine hervorragende Sprachqualität.

Um Störgeräusche zu minimieren, sollten alle Teilnehmer ihre Mikros auf Stumm schalten, wenn sie nicht sprechen.


Die optimalen Lichtverhältnisse

Die beste Kamera nützt nichts, wenn das Licht schlecht ist. Was für Fotografen und Filmer gilt, gilt auch für deine Videokonferenz. Das Licht sollte auf jeden Fall von vorne kommen, um dein Gesicht gleichmäßig auszuleuchten. Eine gute Position wäre beispielsweise vorm Fenster. Unbedingt vermeiden solltest du es, mit dem Rücken zu einer hellen Fensterfront zu sitzen. Sonst siehst du aus, wie der V-Mann in einem Fernsehbericht, der nicht erkannt werden darf ;)


Wenn dein Arbeitsplatz zu dunkel ist, oder du oft am späten Nachmittag noch Videomeetings hast, kannst du ein kleines Videolicht nutzen um dein Gesicht auszuleuchten. Platziere diese Lampe leicht oberhalb der Webcam. Wenn du Brillenträger bist und das Licht in deinen Gläsern spiegelt, erhöhe die Lichtposition einfach etwas.

Das Elgato Key Light Air (*) ist vom Rechner aus steuerbar, dimmbar und in der Farbtemparatur verstellbar.


Alles eine Frage der Kameraperspektive

Viele Menschen, die ich fotografiere, haben Angst, dass sie auf den Fotos ein Doppelkinn haben könnten. Interessanterweise scheint ihnen das bei Zoom-Konferenzen egal zu sein. Anders kann ich mir nicht erklären, warum so viele Menschen von oben in die Webcam schauen. Im Ernst: platziere deinen Laptop am besten auf Augenhöhe. Das lässt nicht nur dein Gesicht schmaler wirken, du befindest dich so auch mit deinem Gesprächspartner auf Augenhöhe. Alles andere wirkt unbewusst irritierend.

Versuche beim Sprechen in die Kamera zu schauen. Normalerweise blicken wir beim Reden unserem Gesprächspartner in die Augen. Wenn di das jedoch in einer Videokonferenz versuchst, schaust du auf den Bildschirm und deine Teilnehmer fühlen sich nicht angesprochen.


Der richtige Hintergrund

Prüfe vorab, was in später in deinem Kamerabild zu sehen ist und entferne alles, von dem du nicht willst, das es die Kollegen sehen. Der Hintergrund sollte nicht klinisch weiß sein und es dürfen auch gerne ein paar persönliche Gegenstände zu sehen sein (schließlich bist du im Homeoffice), aber mach dir bewusst, dass von jedem Gegenstand, der zu sehen ist, auch eine Botschaft ausgeht. Diese Botschaft sollte zu dem passen, was du vermitteln willst.


Externe Kamera

Ich selbst finde die Bildqualität vieler eingebauter Laptopkameras oft gruselig. Selbst ein MacBook Pro für mehrere tausend Euro bietet in meinen Augen keine akzeptable Bildqualität. Ich habe daher bei Videokonferenzen eine Vollformat-Systemkamera an den Laptop angeschlossen. Diese bietet neben einer hervorragenden Bildqualität auch den Vorteil der Tiefenunschärfe. Die meisten Kamerahersteller bieten mittlerweile Treiber für Ihre Kameras an, die es ermöglichen ihre Kameras direkt in Zoom oder TeamViewer als Webcam zu nutzen.

Wer keine Systemkamera hat (oder dem der Aufwand schlicht zu groß ist), für den können externe Webcams eine Alternative darstellen. Diese bieten eine deutlich bessere Bildqualität als viele eingebaute Laptopkameras.

Die C922 Pro von Logitech (*) beispielweise bietet Full-HD und eine gute Bildqualität auch bei wenig Licht.

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